Mittwoch, 4. Dezember 2013

Jurassic Park 3D (1993)

http://www.imdb.com/title/tt0107290/

Der Milliardär Richard Hammond lädt eine Gruppe von Spezialisten zu einer Testbesichtigung des Jurassic Park ein, in dem Wissenschaftler Dinosaurier aller Art zu neuem Leben erweckt haben. Die Unachtsamkeit eines Mitarbeiters, der geheime DNS-Formeln stehlen will, legt den Strom lahm, während sich die Gruppe gerade auf Tour durch den Park befindet. Gefährliche Bestien wie der Tyrannosaurus Rex und die im Rudel auftretenden Velociraptoren machen Jagd auf die hilflosen Menschen.

Jaja, 1993 und ich glaube das war einer der Filme, wo ich zum ersten Mal in meinem Leben mehrfach den Kinosaal geentert habe. "Jurassic Park" ist aber auch eines der Phänomene, die einfach eine gute, wenn auch unlogische Geschichte erzählen und somit den Zuschauer auf knapp 2 Stunden Laufzeit fesseln können. Der Film hat von allem etwas - Action, Romantik, Drama, Abenteuer - und das ist vermutlich auch das Erfolgsrezept von Regisseur Steven Spielberg, der einmal mehr bewies, dass er es einfach drauf hat mit Bildern eine Geschichte zu umrahmen.

Die Story von "Jurassic Park" ist ein alter Hut und dürfte so ziemlich jedem - außer meiner Freundin - bekannt sein. Schon 1993 war es ein solch großer Erfolg, dass noch zwei weitere Teile folgten und ein vierter Teil soll sogar schon 2015 ins Kino kommen.

Aber was macht "Jurassic Park" so gut? Vielleicht ist es einfach die Fiction, die Mensch und Saurier ohne Zeitreise aufeinander prallen lassen? Die Figuren? Die Logik ist es jedenfalls nicht. Und auch nicht die sehr an den Haaren herbeigezogenen Actionszenen, die fernab jeglicher Physik rangieren und nur noch verdeutlichen sollen,dass die Gefahr ja jederzeit da und vor allem echt ist. Aber mit Echtheit ist es eben so eine Sache - und gerade wenn ein Auto kerzengerade den Baum herunter stürzt oder ein Perimterzaun nur vom Bunker am anderen Ende des Geländes wieder aktiviert werden kann setze ich gern den fragenden Blick auf. Die Schauspieler sind aber klasse und wissen auch mit diesen blödsinnigen Situationen gut umzugehen, allen voran Sam Neill, dicht gefolgt von Jeff Goldblum und Laura Dern und natürlich Richard Attenborough als John Hammond, dessen Bruder (David Attenborough) man heutzutage aus Dokumentationen kennt. Sie sind aber allesamt nur die Nebendarsteller, denn die heimlichen Stars des Parks, die Saurier, sind die größere Attraktion. Diese sind geschickt mit Animatronik und damlas neuster Computertechnologie entstanden und lassen kaum Zweifel an deren Echtheit - im Rahmen eines Films. Man muss ehrlich sagen: sie sind schon klasse gemacht. Auch das Setting auf der Insel weiß zu gefallen und der eingehende Score von John Williams trägt sein übriges dazu bei.

Nun, 2013, ist es endlich soweit und auch "Jurassic Park" hat seine 3D-Konvertierung erhalten. Und die ist recht gut geworden und hat eine schöne Tiefe, wenn auch einige wenige aber auffällige Unschärfen. Richtig fetzig wird das 3D aber natürlich erst dann, wenn Dinos auf dem Bildschirm zu sehen sind - und vor allem der erste Auftritt des Tyrannosaurus Rex im Regen sieht einfach nur phantastisch aus. Auch diverse Actionszenen - wie etwa die Verfolgung durch die Horde der Gallimimus-Saurier oder die jagenden Raptoren - machen so ein klein wenig mehr Spaß. Besser oder schlechter wird der Film dadurch aber nicht - er wird nur ein wenig "erlebbarer". Aber alles in allem ein schönes Ding. Auch in 3D.

8,5/10