Sonntag, 8. Dezember 2013

Dreamcatcher (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0285531/

Vier gealterte Jugendfreunde aus Maine - allesamt mit eigenen Problemen behaftet - treffen sich wieder zu einem Ausflug in ihre alte Lieblings Waldhütte. Als sie dort eingeschneit werden , nehmen sie die Radiomeldungen über seltsame Lichter am Himmel nicht weiter ernst, bis eine Megafonstimme aus einem Hubschrauber die Gegend zum Sperrgebiet erklärt. Von einer geheimnisvollen Epidemie ist die Rede, und aus der Ferne ertönen Schüsse, eine Explosion dröhnt durch den Wald. Für die vier Freunde beginnt ein Albtraum, der sie in die Vergangenheit führt, bis an die Grenzen ihres Vorstellungsvermögens.

Die Vorlage von King ist dick und kaum verfilmbar. Viele Handlungsstränge spielen im Kopf eines Protagonisten - wie will man das vernünftig rüberbringen? Daber startet der Film eigentlich recht stark, wenn dann aber der Wendepunkt überschritten wird, wird alles zu wirr, zu schnell, zu durcheinander. Das ist im Grunde sehr ärgerlich, denn der Film punktet mit einer unglaublich dichten Atmosphäre die er dann in den letzten 45 Minuten selbst fast gänzlich zerstört. Schade drum. Warum ich trotzdem eine 6,0 gegeben habe liegt einzig und allein an der hier vertretenen Serienprominenz. Timothy Oliphant ("Deadwood"), Damian Lewis ("Band of Brothers"), Jason Lee ("My Name is Earl") und Thomas Jane ("The Punisher") geben ein sympathisches Gespann ab, vor allem Damian Lewis beweist, dass er völlig unterschätzt ist und eigentlich längst zu den ganz Großen Hollywoods gehören müsste. Morgan Freeman, der hier so groß angekündigt wird, ist leider eine totale Fehlbesetzung und schafft es nur einmal im Film aus seiner Stereotypie auszubrechen. Trotzdem - oder gerade deswegen - landet der Film bei mir nur knapp oberhalb der Mittelmäßigkeit.

6/10