Montag, 25. November 2013

Ghostbusters - Die Geisterjäger (1984)

http://www.imdb.com/title/tt0087332/

Als die drei Wissenschaftler Peter Venkman (Bill Murray), Raymond Stantz (Dan Aykroyd) und Egon Spengler (Harold Ramis) ihre Jobs verlieren, beschließen sie, sich selbstständig zu machen und fortan in einer verlassenen New Yorker Feuerwehrstation paranormale Phänomene zu untersuchen. Sie nennen sich die Ghostbusters – Die Geisterjäger und bekämpfen mit vielen seltsamen Gerätschaften wie zum Beispiel Protononenkanonen alle möglichen Arten von Geistern. Die Aufträge des Geisterjägertrios häufen sich und gemeinsam mit ihren Angestellten (u.a. Winston Zeddemore gespielt von Ernie Hudson, der mit auf Geisterjagd geht) bieten die drei in ihrer Geisterjäger-Agentur einen 24-Stunden-Service an. Alles läuft nach Plan, bis die Ghostbusters schließlich einen Auftrag bekommen, der für sie eine ganz besondere Herausforderung darstellt: Die Gottheit Gozor versucht, die Erde zu zerstören. Der Steuerberater Louis (Rick Moranis) und Peters Freundin Dana (Sigourney Weaver) geraten dadurch selbst in große Gefahr. Doch die Ghostbusters versuchen mit allen Mitteln, die Katastrophe zu verhindern...

"Who you gonna call?" - Wer schon kennt darauf nicht die Antwort? "Ghostbusters" ist ein kleines Phänomen. Und irgendwie ein Meilenstein der Filmgeschichte, denn die Effekte sind allesamt handgemacht, da kam nichts aus dem Computer. Vom heutigen Standpunkt aus eher lächerlich, aber der Charme wirkt bis heute nach - und lässt mich den Film immer mal wieder gern herauskramen. Es ist eine tolle, einfache, geradlinige Geschichte, eine typische 80er Komödie, erweitert um einen bombastischen Fantasy Faktor. Was den Unterschied zu vielen anderen zeitgleich erschienenen Werken ausmacht, ist das was Aykroyd und Ramis mit dieser Geschichte gemacht haben.

"Vielleicht sollten wir uns aufteilen." - "Ja, auf diese Weise können wir mehr Schaden anrichten."

"Ghostbusters" sah ich das erste Mal als Kind - und war da schon von dem Humor, den Figuren, dem Soundtrack, den Effekten und von der Geschichte an sich dermaßen mitgerissen wie es sonst kaum ein Film aus der Zeit geschafft hat (die "großen" Ausnahmen mal außen vor gelassen). Auch die Trickfilmserie habe ich als Kind geliebt und quasi keine Folge ausgelassen. Aber "Ghostbusters" ist auch ein genialer Stoff, der kaum Schwächen aufweist. So hat der Film auf seine knapp 100 Minuten kaum Längen, im Gegenteil: der Film nimmt immer mehr an Tempo zu und wenn dann keiner mehr in der Lage ist, die Welt zu retten, dann kommen sie: die Geisterjäger. Insgesamt ist es vor allem diese Figurenkonstellation die den Film so unterhaltsam und unschlagbar macht. Hier hat man es mal nicht mit den typischen Actionhelden zu tun. Untermalt von einem rockigen Soundtrack sind die 4 markanten Typen mit nicht-lizensierten Protonenbeschleunigern auf dem Rücken unterwegs, um die skurrilen und bösartigen Gespenster einzufangen - und das macht immer wieder Laune. Aber auch der Rest des Cast weiß zu glänzen, dabei darf man nicht William Atherton als beispielhaften Unsympathen Walter Peck unterschlage oder Rick Moranis, der das tut, was er als einziges kann: er gibt den netten Loser. Hier allerdings mal richtig richtig gut, so gut wie er sonst nur noch in "Little Shop of Horrors" rüberkam.  

Insgesamt gut in Szene gesetzt, klasse Action, genialer Klamauk von Bill Murray, Dan Aykroyd und Harold Ramis. Einfach zeitlos.

 8,5/10

Die limitierte Auflage gibt es im Steelbook, in dem beide Filme enthalten sind  - "Mastered in 4K". Das Steelbook ist geprägt und schlicht, aber sehr sehr schick.