Sonntag, 8. September 2013

The Dictator - Der Diktator (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1645170/

Der machtbesessene Diktator (Sasha Baron Cohen) will die drohende Säkularisierung seines unterdrückten Volkes um jeden Preis verhindern. Um sein verdächtiges, nukleares Atomprogramm zu rechtfertigen, reist Admiral General Aladeen nach New York um dort einen Vortrag zu halten. Zu seinem Entsetzen wird der Despot jedoch noch vor seinem internationalen Auftritt gekidnappt und durch ein harmloses Double ersetzt. Rücksichtslos lassen seine Entführer den überrumpelten Diktator schutzlos auf den Straßen New Yorks zurück. Zu seiner Überraschung, bietet die Besitzerin eines veganen Öko-Geschäfts (Anna Faris), dem entmachteten Staatsoberhaupt Asyl. In seiner Ehre verletzt, möchte der unfreiwillige Gast aber nichts von einem Asyl wissen und versteift sich auf den Gedanken, seine 14-stündige Rede vor den internationalen Abgeordneten der UN zu halten.

"Der Diktator" ist ein dramaturgisch zugespitztes Gagfeuerwerk, das allerdings weniger mit "Borat" als mit "Die nackte Kanone" gemein hat. Sacha Baron Cohen verlässt die unberechenbaren Pfade der Mockumentary und liefert einen inszenierten Spielfilm, der mit Schauspielern wie Ben Kingsley, Megan Fox und John C. Reilly erstaunlich prominent besetzt ist.

Alle, die Sacha Baron Cohens Filme mögen, werden auch diesen hier lieben. Obwohl der Diktator im typischen Spielfilm und nicht im Dokumentations-Stil gedreht worden ist, kann Cohen trotzdem als absurder, fauler und eingebildeter Diktator überzeugen. Die Story ist jetzt dabei tatsächlich nicht besonders originell, dafür sind die darin untergebrachten Witze und Gags umso lustiger. Der Diktator traut sich wirklich alles zu verletzen, was vielen Leuten heilig ist und die vielen geschmacklose Witze erreichen oft die Schmerzgrenze. Dabei sticht vor allem der Helikopterrundflug als Spitze des Eisberges heraus. Natürlich alles im Hinblick auf den ewigen Konfliklt zwischen USA und dem nahen Osten. Witzig, böse, tief unter der Gürtellinie und absolut köstlich, wenn auch ungewohnt für einen Cohen-Film.

7/10