Montag, 26. August 2013

The Matrix Reloaded (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0234215/

Sechs Monate, nachdem die Revolte gegen die Maschinen unter der Führung von Neo (Keanu Reeves), Trinity (Carrie-Anne Moss) und Morpheus (Laurence Fishburne) begonnen hat, erfahren die Freiheitskämpfer in The Matrix Reloaded endlich mehr über Neos Kräfte als Auserwählter. Es können immer mehr Menschen befreit und nach Zion gebracht werden. Aber schon müssen die Bewohner sich rüsten, denn eine gewaltige Maschinenarmee steht vor den Toren Zions. Die Bewohner werden mehr als nur Waffen brauchen um das zu überstehen...

Teil 2 setzt voll auf Effekte und macht so viel Augenwischerei, anstatt eine gute Geschichte abzuliefern. So erreicht "The Matrix Reloaded" nie das hohe Niveau seines Vorgängers. Für viele Leute ist der Film eine große Enttäuschung gewesen. Ich empfand das gar nicht so. Er ist zwar nicht genau das, was ich erwartet oder erhofft hatte, aber dennoch ein guter Actionfilm. Man merkt das erhöhte Budget, im Vergleich zum Erstling, deutlich. Die Kampfchoreographien und die Special Effects sind eben wie im ersten Teil heute noch das beste was es gibt. Während der erste Teil nur am Schluss wirklich die Action-Schiene fuhr, zieht sie sich hier durch den gesamten Film und täuscht so gekonnt über gewisse Längen und auch Unzulänglichkeiten in der Story hinweg.

Der Plot schlägt also deutlich eine andere, eine offensivere Richtung ein. Die Wachowski-Brüder haben sich bemüht, philosophisch dort anzuknüpfen, wo sie aufgehört hatten; das ist anzumerken und sei ihnen zugute zu halten. Aber vieles wirkt dennoch einfach zu gewollt, zu aufgesetzt. Im ersten Teil ging das einfach leichter, hat sich besser in die Handlung integriert. Ein gutes Beispiel bildet das Orakel, das in "Matrix" ein unumgängliches Handlungselement war und im Nachfolger mehr als Störfaktor in Erscheinung tritt. Was ebenfalls im Vorgänger besser geklappt hat, war die Aufteilung der philosophischen Elemente: häppchenweise wurde immer wieder etwas dem Zuschauer präsentiert; hier wird vieles in überlangen Dialogen einfach nur bedeutungslos heruntergerasselt. Das ist langweilig und auf Dauer ermüdend. Die Ursache/Wirkung-Rede von Franzose Lambert Wilson alias Merovingian war durchaus interessant und vielschichtig, in der Einstellung aber einfach zu lang geraten.

Insgesamt ist das Ergebnis im Vergleich zum ersten Film also eher ernüchternd. An sich ist der Film ansehnlich, da er fabelhafte Action, peppigen Sound und jede Menge Tempo bietet. Aber es ist halt ein zweiter Teil - und der muss sich die Kritik im Hinblick auf den Vorgänger nun mal gefallen lassen.

8/10