Montag, 26. August 2013

The Matrix (1999)

http://www.imdb.com/title/tt0133093/

Thomas A. Anderson (Keanu Reeves) arbeitet als Programmierer und führt nebenbei unter dem Pseudonym Neo Jobs als professioneller Hacker aus. Immer wieder beschleicht ihn das Gefühl, dass etwas Unvorstellbares und Geheimnisvolles sein Leben lenkt. Das Gefühl wird zur Gewissheit als die Hackerin Trinity ihm den mächtigen Anführer einer Untergrundorganisation Morpheus (Laurence Fishburne) vorstellt. Morpheus bietet Neo die Möglichkeit eine Wahrheit kennenzulernen, welche die Grenzen seiner Fantasie überschreitet. Er erwacht in einer für ihn bis dahin unvorstellbaren Realität: Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz ist aus dem Ruder gelaufen. Maschinen haben die Weltherrschaft übernommen und die Menschheit unterworfen. Normalen Menschen wird in ihrem Leben nur eine Scheinrealität vorgespielt. Tatsächlich werden sie von intelligenten Maschinen in riesigen Zuchtanlagen gehalten und dort als lebende Energiequellen missbraucht. Ihre physischen Hüllen sind an eine komplexe Computersimulation, die Matrix, angeschlossen. Die Simulation halten die Menschen für das echte Leben. Nur in der unterirdischen Stadt Zion leben einige wenige Menschen, die sich aus der Matrix befreien konnten. Als Neo zu ihnen stößt, erkennen sie in ihm den Auserwählten, der den bevorstehenden Kampf gegen die übermächtige Maschinerie anführen soll…

"Matrix" ist ein in jeder Hinsicht gelungener, weil gekonnt gemachter und vor allem ambitionierter Film der Wachowski-Brüder. Dazu ist er auch noch in einem wohldosierten Maße Genre-übergreifend: ein wenig Utopie und Märchen, dazu Action, eine Prise Liebesfilm und nicht zuletzt Martial Arts. Hier kommt alles zusammen und wird so gekonnt zu einem Netz verflochten, dass der Zuschauer auch noch lange nach dem Film darüber nachdenkt und darüber spricht. "Matrix" hebt sich von den üblichen Ideen des Science-Fiction-Genres dabei so deutlich ab - und genau das ist sicher auch der Grund für den Erfolg. Eigentlich hebt er sich nicht nur ab - er geht sogar darüber hinaus. Allein schon der in grüne Farbtöne getauchte Teint des Films (sobald man sich in der Matrix befindet) macht ihn zu einem Unikat.

Somit war "Matrix" schon 1999 beste Unterhaltung und ist es heute auch umso mehr, wennman sich auf die Komplexität in der Story einlässt. Dazu kommen großartige und vor allem authentische Schauspieler, wie Keanu Reeves oder Laurence Fishburne, denen ihre Rolle sichtlich Spaß macht und die sie mit Begeisterung rüberbringen. Gerade die Action kommt natürlich auch nicht zu kurz und bietet zahlreiche grandiose Sequenzen, angefangen beim training in der Matrix bis zu den finalen Shootouts, die vor allem eins waren: innovativ. Denn in Punkto Effekte war dieser Film (damals) allen anderen weit voraus und die allseits bekannte "Bullet-Time" wurde erst durch diesen Film bekannt und berühmt. Die Fights (vor allem zwischen Neo und Agent Smith (genauso grandios: Hugo Weaving) sind klasse: gut choreografiert, noch besser in Szene gesetzt und von unheimlicher Spannung.

Dazu kommt der großartige Score von Don Davis, der das Geschehen gekonnt untermalt und ein ebensolcher Meilenstein für die Geschichte des Films war. "Matrix" ist und bleibt einfach ein toller Film, der bis auf wenige Logiklöcher und Ungereimtheiten alles richtig macht - und dabei noch bestens unterhält.
 
9/10