Mittwoch, 7. August 2013

Spider-Man 2.1 (Extended Version) (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0316654/

Der zweite Teil knüpft nahtlos an den Vorgänger an - und hat aus seinen Fehlern gelernt. Nicht nur, dass der Storyverlauf ein ganzes Stück verbessert wurde, auch die Choreografie und die Animation des Gegners ist ein großes Stück vorangekommen. Trotzdem gibt es hier und da noch Schwächen im Aufbau und in der Handlung an sich, die den Film aber dennoch nicht von seinem Thron herunter reißen: Teil 2 ist der beste Teil der Trilogie.

Die fröhliche Spinne von nebenan zu sein ist nicht mehr leicht für Peter Parker (Tobey Maguire), der versucht sein Privatleben und seine Heldentaten als Spider-Man unter einen Hut zu bekommen. Er hat einen Nebenjob als Pizzabote, muss an der Universität glänzen und über die Trennung von Mary Jane (Kirsten Dunst) hinwegkommen. Zudem geht seiner Tante May (Rosemary Harris) das Geld aus, und sein bester Freund Harry (James Franco) hat den Tod seines Vaters noch nicht verkraftet und gibt Spider-Man die Schuld. Er ahnt nicht, wer hinter der Maske steckt und hilft Peter bei seinem Uniprojekt, indem er ihm zu einem Experiment von Doktor Octavius (Alfred Molina) Zutritt verschafft. Der Wissenschaftler versucht eine Energiequelle zu entdecken, die an einen Menschen angeschlossen werden kann. Das Experiment gerät jedoch außer Kontrolle und vier mechanische Greifarme verbinden sich mit seinem Körper. Mit Doc Oc ist in neuer Rivale für Spider-Man ist geschaffen. Peter würde jedoch nichts lieber tun, als sein Kostüm in den Müll zu werfen und seiner großen Liebe endlich seine Gefühle zu gestehen.

Sam Raimi schafft es einen Film zu kreieren, der zu 1/3 eine hervorragende Komödie ist, 1/3 ein Drama und zu 1/3 aus toller Action besteht. Das hört sich jetzt nicht spektakulär an, aber gerade diese Mischung ist keine Selbsverständlichkeit. Peter Parkers tragische Figur mag etwas flöten gegangen sein, aber das ist kein Vorwurf, denn Sam Raimi schafft es ein zu Tränen rührendes Drama in einen Mantel aus Humor zu legen. Und so kann man gar nicht anders als zu schmunzeln und kichern, wenn Peter seinen Job verliert, in der Uni abkackt, seine Miete nicht zahlen kann, keine Zeit mehr für seine einsame Tante hat, seinen besten Freund, dessen Vater er getötet hat, nie besucht oder irgendetwas in Sachen Mary Jane zu unternehmen, was nicht in einer Katastrophe endet. Ja sogar bei der Verbrecherjagd versagt er.

Und dann der Gegner: Doc Ock ist gigantisch! Obwohl mir seine Wandlung zum Bösen auch etwas überzogen und beinahe hektisch vorkommt, so ist er doch ein eindrucksvoller Gegner für Spidey. Dieser hingegen hat nicht nur mit dem 6-armigen Monster zu kämpfen, sondern auch noch mit den Auswirkungen seines Doppellebens. Spidey ist im großen und ganzen am Boden und muss entdecken, wie man den Mittelweg findet. Wenn Spidey der Anzug reisst, weil er so seine Muskeln anspannen muss um einen Zug zu stoppen kommt einfach Gänsehaut auf. Spider-Man ist generell noch ein verletzlicher Held. Das Spinnenkostüm am Ende des Films hat mehr Risse, Brand und Schweissflecken als saubere Stellen. Und genauso muss es halt auch sein. Die Ansätze hierbei sind also gut, aber ziehen sich auch ein wenig zu lang, sodass eine Straffung der Geschichte nur gut getan hätte. Trotzdem bleibt "Spider-Man 2" der beste Teil der Trilogie. Für mich stimmt - bis auf die angesprochenen Kleinigkeiten - alles, um einen unterhaltsamen Superhelden-Film abzuliefern.

8,5/10

Die "Limited Black Edition" gab es exklusiv im Mediamarkt und war stark limitiert. Sie beinhaltet die 3 Filme auf 3 Blu-ray Discs, dazu eine Bonus-Disc. Teil 2 liegt in beiden Fassungen (Kinoversion und Extended Version) auf einer Disc bei. Die dicke, stabile Box ist wie ein engmaschiges Spinnennetz designed und hat das Spider-Man-Logo als metallisch glänzendes 3D-Ornament auf der Front.