Mittwoch, 7. August 2013

Spider-Man (2002)

http://www.imdb.com/title/tt0145487/

Der erste Teil der Spider-Man-Trilogie von Sam Raimi, Altmeister des skurrilen und zuweilen sehr blutigen Films. Natürlich ist "Spider-Man" weder das eine noch das andere, aber der Stil ist unverkennbar.

Peter Parker (Tobey Maguire) ist ein ganz normaler Junge, der bei seiner Tante May (Rosemary Harris) und seinem Onkel Ben (Cliff Robertson) aufwächst. Er hat überdurchschnittliche Fähigkeiten in naturwissenschaftlichen Fächern, sein Hobby ist die Fotografie und in der Schule wird er eher als Nerd abgestempelt. Sein bester Freund Harry (James Franco) ist das komplette Gegenteil: beliebt, reich und der Frauenschwarm, der sogar Chancen bei der schönen Mary Jane Watson (Kirsten Dunst) haben könnte, in die Peter seit der Grundschule verliebt ist. Bei einem Schulausflug in ein Labor wird Peter plötzlich von einer Spinne gebissen und zeigt schon am nächsten Morgen seltsame Symptome. Seine Augen haben sich verbessert, er hört besser und reagiert schneller. Durch die Worte seines Onkels ‘Aus großer Kraft folgt große Verantwortung’ wächst in Peter die Idee heran, seine Stärken zu nutzen, um gegen das Unrecht in der Welt vorzugehen. Er wird zu Spider-Man und das genau zum richtigen Zeitpunkt, denn durch einen Unfall im Labor der Osborn Corporation entwickelt auch Harrys Vater, Norman Osborn (Willem Dafoe), Superkräfte...

Es gibt Filme, deren Charme im Laufe der Jahre verfliegt. Als ich "Spider-Man" 2002 im Kino sah war ich fasziniert, was das Team rund um den Streifen auf die Beine gestellt hatte: eine spannende und actiongeladene Story um einen meiner Lieblingshelden.

Mittlerweile betrachte ich den Film allerdings etwas differenzierter: das Kostüm des "Green Goblins" ist einfach Müll. Punkt. Und nach mehrmaliger Sichtung nervt auch das Liebesgedöns, die Romantik zwischen Peter und Mary-Jane, die irgendwie immer in der Luft liegt und in manchen Szenen schwer mitschwingt. Und es gibt mehr als nur ein paar Ungereimtheiten, Logiklöcher und Filmfehler. Aber genug gescholten, denn die überwiegend positiven Aspekte sind nämlich immer noch vorhanden: Akteure, denen ihre Rolle sichtlich Spaß macht, das Spidey-Kostüm, die Action-Sequenzen, die Musik von Danny Elfman und die gute Choreografie. Raimi lässt seinen Charakteren auch eine Weile Zeit, um sich zu entwickeln und dem Publikum vorzustellen. Und bis auf den etwas holprigen Aufbau des Kobolds funktioneirt das auch ganz gut. So bleibt die Story nachvollziehbar und eigentlich nie langweilig und man bekommt einen knapp zweistündigen Superheldenfilm, der mit kleinen Schwächen aber noch mehr Stärken sehr gut unterhalten kann - auch noch nach über 10 Jahren.

8/10

Die "Limited Black Edition" gab es exklusiv im Mediamarkt und war stark limitiert. Sie beinhaltet die 3 Filme auf 3 Blu-ray Discs, dazu eine Bonus-Disc. Teil 2 liegt in beiden Fassungen (Kinoversion und Extended Version) auf einer Disc bei. Die dicke, stabile Box ist wie ein engmaschiges Spinnennetz designed und hat das Spider-Man-Logo als metallisch glänzendes 3D-Ornament auf der Front.