Sonntag, 25. August 2013

No Escape - Flucht aus Absolom (1994)

http://www.imdb.com/title/tt0110678/

In nicht allzu ferner Zukunft hat die Kriminalität überhand genommen und der weltweite Strafvollzug wurde privatisiert. Der ehemalige Marine J.T. Robbins (Ray Liotta) wird - nicht ganz unschuldig - für die Ermordung seines Vorgesetzten zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt und inhaftiert. Die von strenger Hand geführte Strafanstalt veranlasst ihn zu einer Rebellion gegen die Wärter. Doch dies führt nur dazu, dass er in die sicherste Verwahrungsanstalt überhaupt verlegt wird: Absolom. Die schlimmsten Kriminellen werden auf dieser Insel ausgesetzt, um sich dort nach eigenen Regeln durchzuschlagen. Noch niemanden ist es gelungen, das Hochsicherheitsgefängnis lebendig zu verlassen: Ein Satellitenüberwachungssystem und bewaffnete Wachposten machen eine Flucht nahezu unmöglich. Dort stehen sich zwei Gruppen von Gefangenen gegenüber - und Robbins gerät zwischen die Fronten…

Neben "Fortress: Die Festung" ist "Flucht aus Absolom" einer meiner Lieblingsfilme um das Thema Knast, düstere Zukunftsvision und Ausbruch. "No Escape" ist mehr oder weniger eine Mischung "Escape From New York" und "Fortress", mit einer Prise "Mad Max" und "Waterworld". Ein ziemlich komischer Mix, der hier vom Stapel gelassen wird, aber das gar nicht mal schlecht. Ray Liotta spielt den typischen Actionhelden der 80ger und frühen 90ger Jahre. Ehemaliger Marine, aufsässig, (beinahe) zu Unrecht verurteilt, usw.. Er wird dann auf der Gefängnisinsel Absolom abgeworfen, wo sich die wilden, bösen Jungs der "Outsiders" mit den guten, braven Jungs der "Insiders" bekriegen. Robbins schließt sich den "Insiders" unter der Führung von Vater (Lance Henriksen) an und versucht sich nun gegen die bösen Jungs unter der Führung von Marek (Stuart Wilson) zur Wehr zu setzen.

Die Story des Films ist wahrlich keine Besonderheit und auch nicht besonders gut. "Herr der Fliegen" für Erwachsene mehr oder weniger. Die eine Stärke des Films ist die Hoffnungs- und Ausweglosigkeit, die den Film sogar noch ein ganzes Stück barbarischer machen als beispielsweise "Fortress". Die andere ist das gekonnte Setting und die "Mad Max"-mässige Zukunft. "Flucht aus Absolom" ist damit insgesamt ein guter und recht brutaler Knast-Actioner mit gelungen Actionszenen, einem durchgehend konstanten Spannungsbogen und in den Hauptrollen mit zwei Hollywoodgrößen u. a. Ray Liotta und Lance Henrikson auch sehr gut besetzt. Einer der Klassiker unter den zahllosen Actionstreifen.

7/10