Freitag, 16. August 2013

Halloween H20: 20 Years Later - Halloween H20: 20 Jahre später (1998)

http://www.imdb.com/title/tt0120694/

Wenn einem Keri Tate (Jamie Lee Curtis) bekannt vorkommen sollte, könnte das daran liegen, daß sie früher Laurie Strode hieß. Sie schien bei einem Autounfall ums Leben gekommen zu sein, doch in Wahrheit wurde sie uns Zeugenschutzprogramm der Regierung aufgenommen und bekam ein neues Leben und eine neue Identität. Doch schon bald sieht sie überall das Gesicht von Michael Myers und die Konfrontation gipfelt beim großen Schulball… an Halloween 20 Jahre später.

Nachdem die Teil 4, Teil 5 und Teil 6 quasi eine Trilogie bildeten, ging es mit Teil 7, "Halloween H20: 20 Years Later" mit ein wenig mehr frischem Wind weiter - und vor allem rundet die Geschichte mit Jamie Lee Curtis, dem unerreichbaren Lieblingsopfer von Michael Myers, die ganze Sache etwas ab. Der Film atmet quasi in jeder Sekunde den Geist des Originals ein und liefert gleichzeitig wohl eine der besten Horrorfilm-Fortsetzungen aller Zeiten ab. Hier war es der richtige Schritt, jeden Film nach "Halloween II" zu ignorieren und wieder die Zeitlinie um Laurie Strode aufzugreifen. Dies geschieht nachvollziehbar und glaubwürdig. Dabei wird die Erfolgsformel runderneuert und angepasst. Nach einer unglaublich spannenden Anfangssequenz nimmt sich die Story viel Zeit, um die Figuren und deren alltägliches Leben zu zeigen, bevor das bisher lauernde Grauen in Gestalt von Michael Meyers zuschlägt. Während die Spannung im Großteil des Film sehr subtil aufgebaut wird, geht es in der letzten halben Stunde richtig zur Sache. Die altgewohnte Musik und die tolle Anfangsequenz tun ihr übriges dazu. Die siebte Fortsetzung des Halloween-Horrors kann also dem Thema nicht viel Neues abgewinnen, ist aber deutlich einer der besseren Teile der Reihe.

Der Film selbst besitzt aber eine hübsche Anekdote: Keri Tate hat eine Sekretärin, die Norma heißt und zwischendurch mal was von verstopften Abflüssen in der Mädchendusche erzählt. Gespielt wird sie von Janet Leigh. Mit einem mütterlichen Ratschlag (und einer sehr bekannten Musik) verabschiedet sie sich von Jamie Lee - und damit aus dem Film. Sie steigt in ihr Auto und fährt davon. Es ist ein vierzig Jahre alter Ford mit dem Kennzeichen NFB-418. Fast 40 Jahre zuvor besuchte die Mutter von Jamie Lee Curtis, Janet Leigh, in demselben Wagen das "Bates Motel", zu sehen in Alfred Hitchcock's "Psycho"... :) Allein dafür gibt es schon einen Sympathiepunkt mehr.

7/10

Das österreichische Label NSM bietet - passend zu Reihe - ebenfalls ein Mediabook an, dass trotz der FSK-16 Freigabe des Films nur ungeprüft und somit automatsich indiziert über das deutschsprachige Ausland vertrieben wird. Die Auflage ist mit 750 Stück zudem recht gering und mittlerweile nur noch sehr teuer zu haben.