Donnerstag, 18. Juli 2013

McBain (1991)

http://www.imdb.com/title/tt0102422/

Als der Kolumbianische Freiheitskämpfer Santos vom Präsidenten ermordet wird flieht seine Tochter in die U.S.A. um McBain, seinen alten Freund aus dem Vietnamkrieg, um Hilfe zu bitten. McBain und seine ehemaligen Kameraden reisen nach Kolumbien und nehmen, um Santos zu rächen, den Kampf gegen die Regierung auf.

Von der Story her ist "McBain" sicherlich nur einer von vielen B-Movie-Actionern. Daher ahnt man von Anfang an wie die Geschichte ausgehen wird und der Weg zum Ziel variiert nur geringfügig. Dennoch bietet Regisseur James Glickenhaus eine temporecihe Inszenierung, weshalb der Film auch eine gute Portion Spannung abbekommt. Im Bereich Action gibt es im Grunde nichts auszusetzen, die einzige kleine kleine Enttäuschung ist lediglich der vergleichsweise unspektakuläre, aber dennoch irgendwie coole Showdown.  Dafür überrascht die erste Hälfte mit erstaunlich viel 90er-Action, vor allem mit Feuergefechte én masse. Diese sind sehr gut in Szene geetzt und geizen auch nicht mit teilweise recht drastischen blutigen Details.

Neben der gut verteilten Action trägt vor allem das Setting einen großen Anteil daran, dass „McBain“ in der oberen B-Movie-Liga mitspielt und auch die musikalische Untermalung hat beinahe das Niveau eines A-Films, reicht dann aber doch nicht an diese heran. Die beiläufig eingestreuten und vermeintlich kritischen Ansätze wirken angesichts der reaktinären Action jedoch alles andere als glaubwürdig. McBain-Darsteller Christopher Walken tätet sich cool und kaltschnäuzig durch den Film, auch wenn die Rolle natürlich etwas stereotypisch und beinahe niveaulos ist. Erwähnenswert sind auch Michael Ironside und Maria Conchita Alonso, welche eine solide, aber nicht überambitionierte Leistung abliefern. Vor allem dank der aufwendigen Machart und der Feuergefechte ist "McBain“ also ein recht gelungener Actionfilm, bei dem der eine oder andere Actionfan durchaus mal ein Auge riskieren könnte.

7/10

Von NSM kommt der FIlm in einem schicken Mediabook, natürlich ungeschnitten und nur über das deutschsprachige Ausland, da der Streifen hierzulande immer noch indiziert ist.