Sonntag, 22. März 2009

[KINO FFFnights] Deadgirl (2008)

http://www.imdb.com/title/tt0896534/

Auf dem FantasyFilmFest nights 2008 hat dieser Film die Massen gespalten - einige fanden ihn grottenschlecht (ich glaube das war der überwiegende teil), andere hielten ihn für kontrovers, anders und abstoßend - im positiven Sinne. Ich zähle mich zu der letzteren Gruppe und auch wenn der Film einiges offen lässt und Charaktere nicht angemessen genug entwickelt, so ist der Film für mich eine kleine dreckige Perle im Horrorgenre.

Die beiden Teenager JT und Ricky leben ein gähnend unspektakuläres Highschool-Leben. Als Zeitvertreib nach dem Unterricht dient ein altes, verlassenes Krankenhaus außerhalb der Stadt. Hier gibt es eine Menge zu sehen - insbesondere das dunkle Kellergemäuer hat es den halbstarken Losern angetan. Doch die Entdeckung, die sie dort eines Tages machen ist, gelinde gesagt, ganz schön abgefahren - und gleichzeitig nur der Anfang einer ziemlich perversen Freakshow: Was sie hinter einer schwer verriegelten Tür finden, ist nicht mehr ganz lebendig, aber auch alles andere als tot. Konkret handelt es sich um die in Plastik gewickelte und gefesselte "Leiche" eines hübschen Mädchens, das sich wohl einfach nicht mit seinem Schicksal, tot zu sein, zufrieden geben mag. JT macht das (in seinen Augen) Sinnvollste aus der Situation: er beschließt, sich die leicht verweste Schönheit als Sexsklavin zu halten. Immerhin hat er in der schönen Unbekannten jetzt seine very-own und allzeit bereite Partnerin. Seinem sensibleren Buddy Ricky wird bei der Sache jedoch schnell mulmig zu Mute. Schließlich hat er auch ein Auge auf seine unerreichbare aber quicklebendige Mitschülerin JoAnn geworfen und wenig Lust, seine Gefühle in einen halbtoten Körper zu stecken. Als das kleine Geheimnis allerdings in der Schule die Runde macht, gerät Miss Slave außer Kontrolle.

Hört sich abgefahren an, ist es auch. Verstörend, abstoßend, anders. Ein kranker Film. Keine Ahnung, was das schlimmste ist: der Sex mit einer Toten, die Betrachtung der Frau als Sexobjekt oder die Tatsache, dass man sich wochenlang in einen Keller einsperrt, nur um regelmäßig zum Schuß zu kommen, egal, wie die Frau aussieht (oder in dem Fall riecht). Aber egal, diese Philosophien will ich hier nicht genau hinterfragen. Und erstaunlicherweise gibt es sogar die eine doer andere Szene, die zum Brüllen komisch ist - zum Beispiel wenn zwei der Loser die Prostituierte entführen wollen und diese mit voller Wucht zurück schlägt. Tatsache ist, dass ich es hier mit einem der kranksten Filme zu tun hatte, die ich bisher gesehen habe und unterhalten hat mich der Film (als einer der wenigen) dennoch.

7/10

Gibt es nicht in Deutschland zu kaufen. Warum wohl? Trotzdem gab es bei unseren deutschsprachigen Nachbarn ein schickes Mediabook zum Film, uncut und mit schicker Lederoptik: