Donnerstag, 13. Juni 2013

Mr. & Mrs. Smith (2005)

http://www.imdb.com/title/tt0356910/

John und Jane Smith (Brad Pitt und Angelina Jolie) sind zwei ganz normale Vorstädter mit einem durchschnittlichen Leben und einer eingeschlafenen Ehe. Hilfe suchend wenden sie sich an einen Eheberater, der diagnostiziert, daß das Paar zu wenig voneinander weiß. Tatsächlich hüten die beiden ein gefährliches Geheimnis: Sie sind eiskalte Auftragskiller im Dienst zweier konkurrierender Firmen, ultragefährlich und mit allen Wassern gewaschen. Als sie sich gegenseitig auf der Abschußliste des anderen finden, müssen sich John und Jane ihr einstiges Versprechen "... bis dass der Tod euch scheidet" plötzlich wörtlich nehmen.

Angelina Jolie als Jane Smith und Brad Pitt als John Smith, ein nicht ganz alltägliches Ehepaar, die wie Sie und Ich so ihre Problemchen haben. Aber so einfach ist es dann doch nicht. Was sich zunächst anlässt wie eine romantische Komödie entpuppt sich alsbald als rasante Schlacht zwischen zwei ach so vertrauten Menschen, die sich im Grunde gar nicht so gut kennen wie sie meinen. Ein wenig erinnert es ja auch an "Der Rosenkrieg", allerdings ist die Story dann doch nicht so fies, gemein und ausgefeilt wie in dem grandiosen Thriller mit Michael Douglas und Kathleen Turner. Im Gegenteil. Der Film setzt mehr auf gut ausgearbeitete und brachiale Actionsequenzen, die dem Krieg zwischen den Partnern dann doch noch das i-Tüpfelchen aufsetzen. So ist "Mr. & Mrs. Smith" eigentlich zu keiner Sekunde langweilig und irgendwann macht es regelrecht Spaß bei der Schlacht zuzusehen und darauf zu warten, was denn als nächstes für eine Gemeinheit ausgepackt wird. Und doch: immer wieder werden Zwischenszenen gezeigt, in denen sich ganz klar herauskristallisiert, dass sich die beiden eigentlich nichts Böses wollen und sogar in nachdenklicher Trauer versinken, sobald einer der beiden einen vermeintlichen Tod gefunden hat... so wird es immer schneller und schneller, bis an einer Stelle die Handbremse gezogen wird - und sich alles ins Gegenteil verkehrt. Dieser Twist, mit dem eigentlich jeder gerechnet hat ist so vorhersehbar wie die Tatsache, dass Milch sauer wird, wenn man sie nur lange genug in der Nähe des Herdes stehen lässt. Und trotzdem: irgendwie befriedigt es das Gemüt.

Beim pre-finalen Fight der beiden, in der ihr Haus regelrecht in Grund und Boden geballert wird hat man das Gefühl mitten in der Action zu sein und muss schon beinahe angesichts der übertriebenen Gewalt lachen. Aber natürlich findet sich letztendlich auch zusammen was zusammen gehört und so bleibt beim Showdown nicht ein Stein auf dem anderen - und auch der Schlußgag sitzt. Alles in allem Popcornkino vom Feinsten, ohne Längen, mit der richtigen Portion Action, Drama, Humor und Spannung. Kann man immer wieder sehen.

7,5/10