Donnerstag, 6. Juni 2013

JCVD (2008)

http://www.imdb.com/title/tt1130988/

Action-Ikone Jean-Claude van Damme ist chronisch Pleite, seine Ex-Frau will das alleinige Sorgerecht für die gemeinsame Tochter vor Gericht erstreiten und seinem zwielichtigen Anwalt schuldet er noch einen größeren Geldbetrag. Zu allem Überfluss wird er auch noch in einen Banküberfall verwickelt, in dessen Verlauf er von den Gangstern dazu genötigt wird, die Verhandlungen mit der Polizei zu führen. Schließlich hat er dank seiner Actionfilm-Vergangenheit genug Erfahrung mit derlei Sachen...

Bei all dem B-Movie-Schrott, den van Damme vor allem in den letzten Jahren in seiner Karriere so verbrochen hat, ist dieser Streifen gleichsam erfreulich wie auch erstaunlich anders. Denn er kommt nicht nur mit einem A-Film zurück, sondern sogar mit einem, der eine Geschichte hat. Und, man mag es kaum glauben, Jean-Claude van Damme kann sogar schauspielern, weit entfernt von Ballerorgien und Mann-gegen-Mann-Fights. Van Damme spielt sich selbst als einen gebrochenen Star, der die beste Zeit lange hinter sich hat, und das ist wohl nicht so weit von der Realität entfernt. Komischerweise sind es nicht einmal die vielen Anspielungen auf ihn und seine Karriere, die den Film so interessant machen. Es ist das Echte daran, was den Film so besonders und sehenswert macht. Das einzige Manko ist - wieder einmal - die in den letzten Jahren so heißgeliebte Wackelkamera, die Authentizität vermitteln soll, aber hier (wie überall anders) eher stört.

7/10