Sonntag, 12. Mai 2013

Iron Man 2 (2010)

http://www.imdb.com/title/tt1228705/

Nun, da die ganze Welt weiß, dass Milliardär und Erfinder Tony Stark der gepanzerte Superheld Iron Man ist, wird er von Regierung, Presse und der Öffentlichkeit dazu gedrängt, seine Technologie militärischen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Stark befürchtet jedoch, sie könnte in die falschen Hände geraten und weigert sich, die Geheimnisse seiner Iron Man-Rüstung zu enthüllen. Mit Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) und James „Rhodey“ Rhodes (Don Cheadle) an seiner Seite formt Stark neue Bündnisse und tritt dem Technologie-Genie Ivan Vanko alias „Whiplash" (Mickey Rourke) entgegen. Der wird vom Stark-Konkurrent Justin Hammer (Sam Rockwell) aus dem Gefängnis befreit, damit er ihm eine Rüstung basteln kann, die besser ist als die von Iron Man...

Eine klasse Fortsetzung, die aber nicht ganz mit dem Vorgänger mithalten kann. Teil 2 um Tony Stark und seine einzigartige Rüstung hat leider dasselbe Problem, das viele Sequels haben: das Setting ist bekannt, neue Figuren tauchen auf und der Held hat auf einmal ein großes Problem, aber das Neue und Innovative, das was den ersten Teil besonders gemacht hat, wirkt ausgemergelt und bekannt.

So unausgereift wirkt auch "Iron Man 2", zwar ist Robert Downey Jr., wie er betrunken in seiner Rüstung seinen Geburtstag feiert einmalig (der Alkoholmissbrauch von Stark ist auch eine wichtige Story in den Comics, womit Marvel den Helden zum ersten mal in der Comicgeschichte, als schweren Alkoholiker darstellte.), aber in der Essenz fehlt dem Streifen das Originelle. Schade ist auch, dass im Endeffekt jeder Gegner - bis auf Whiplash zu Beginn - aussieht wie Iron Man selbst, hier wird leider zu viel Potential verschenkt. Mir persönlich gab es auch etwas zu viel Geballer und weniger cooles Gebastel, das stört. Sein Sidekick "War Machine" hat endlich seinen großen Auftritt.


Gut ist auch, dass auch die Actionsequenzen wieder nicht die Oberhand gewinnen, sondern die Hintergrundgeschichte um Tonys Suche nach einem Ersatzelement, da sein Reaktor ihn krank macht und allmählich vergiftet. Hier wird auch allmählich die Brücke zu den "Avengers" geschlagen, da nun die Agenten von S.H.I.E.L.D. deutlich mehr Screentime bekommen als noch im vorherigen Teil. Dies wirkt jedoch nicht störend, sondern durchaus schlüssig.

Die Actionsequenzen setzen zwar noch mal ordentlich einen drauf, aber sind immer noch unglaublich abwechslungsreich und wiederholen sich nicht. Genau genommen gibt es gerade mal drei Stück davon, auch wenn eine davon im Grunde nur eine "Prügelei" ist. Besonders das Finale weiß zu gefallen und hier wurde der Vorgänger tatsächlich  übertroffen.

Schauspielerisch hat sich nicht viel getan.: der Cast ist erneut großartig besetzt bzw. wird großartig durch Scarlett Johansson, Sam Rockwell und Mickey Rourke erweitert. Jedoch ist zu kritisieren, dass der Darsteller des "Rhodey" umbesetzt wurde. Dass Terrence Howard gegen Don Cheadle ersetzt wurde, ist nicht sonderlich schlimm und kommt dem Film sogar zugute, denn Cheadle ist einfach der um Längen bessere Schauspieler. Dennoch stört es etwas, dass plötzlich ein anderes Gesicht zur Figur gehört.

"Iron Man 2" bleibt trotzdem ein cooles Stück Film. Eine konsequente, bombastische aber nicht überladene Fortsetzung, die die Geschichte von Tony Stark/Iron Man gut weitererzählt und die Brücke zwischen den Einzelfilmen und den "Avengers" immer deutlicher werden lässt. Man wird über die ganze Laufzeit super unterhalten – und mehr verlangt es ja auch nicht von einem Comic-Blockbuster.

7,5/10

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