Samstag, 25. Mai 2013

Death At A Funeral - Sterben für Anfänger (2007)

http://www.imdb.com/title/tt0795368/

Diese Beerdigung steht von Beginn an unter keinem guten Stern: Da wirft Daniel (Matthew MacFayden) noch mal einen letzten Kontrollblick in den Sarg seines Vaters, und siehe da - die falsche Leiche ist darin! Zum Glück sind die Gäste noch nicht angekommen, sodass der Fauxpas noch rechtzeitig behoben werden kann. Doch das ist erst der Anfang. Wer sich darüber wundert, dass einer der Beerdigungsgäste auf dem Kinoplakat nackt zu sehen ist, wird sich am Ende über gar nichts mehr wundern...

"Sterben für Anfänger" wurde mir vor einigen Jahren von einer guten Freundin geschenkt, mit der Bitte, ich solle den mal angucken und über meinen Tellerrand hinausschauen. Diesen Rat habe ich mir zu Herzen genommen und habe mich hinter dem Tellerrand gar köstlich amüsiert. Eine so bitterböse schwarze Komödie hätte ich hier nicht erwartet. Der Streifen handelt von einer heimischen Trauerfeier, bei der von Anfang an alles schiefläuft, was nur schief gehen kann, angefangen mit der Anlieferung des falschen Leichnams, über zufälligen und unfreiwilligen Drogenkonsum einiger Trauergäste und kompromitierende Bilder des Verstorbenen bis hin zu einem Nackten auf dem Dachfirst. Saukomische Unterhaltung mit Gags am laufenden Band, ohne jeglichen Leerlauf.

Dabei bietet "Sterben für Anfänger" gar nicht wirklich große Lacher, sondern setzt eher auf seine urkomische Situationskomik und scharfzüngige Dialoge. Regisseur Frank Oz ("Little Shop of Horrors", anderen vielleicht besser bekannt als "Yoda" in "Star Wars") lässt seine Hauptfigur Daniel (den Sohn des Verstrobenen, gespielt von Matthew Macfadyen) dabei vom Regen in die Traufe kommen - und das in einem nicht enden wollenden Teufelskreis. Gerade denkt man, es könnte gar nicht mehr schlimmer kommen - da kommt es schlimmer.

Die Story ist dabei angenehm abgefahren und fährt einige Überraschungen auf, da wird neben Papas Beerdigung noch schnell Familienzusammenführung betrieben, alte Streitereien beigelegt (oder neu entflammt) und die Zukunft geplant. Eben all das, was man auf einer Beerdigung so tut, mit bitterbösem Humor unterlegt, der meistens ins Schwarze trifft und seine Darsteller zu Hochleistungen antreibt. Sicher, britischer Humor ist nicht jedermanns Sache. Wer aber mit dieser Art des Humors etwas anfangen kann und sich nicht schlecht dabei fühlt über Witze zu lachen, die auf Kosten einer Trauergesellschaft gemacht werden, sollte unbedingt einen Blick auf diesen Film werfen.

8/10