Sonntag, 7. April 2013

Hell (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1643222/

Einst spendete sie Leben, Licht und Wärme. Doch nun hat die Sonne die Erde mit ihrer entfesselten Strahlkraft in verdörrtes, lebloses Ödland verwandelt. Deutschland ist nicht verschont geblieben. Wälder sind versengt, Tierkadaver säumen die Straßen. Nur wer sich gegen das blendende Licht der Sonne schützt, hat eine Chance zu überleben. Wie Marie (Hannah Herzsprung), die mit ihrer kleinen Schwester Leonie (Lisa Vicari) und Phillip (Lars Eidinger) in einem abgedunkelten Auto Richtung Gebirge fährt: Dort, so heißt es, soll es Wasser geben! Unterwegs lesen sie Tom (Stipe Erceg) auf. Er erweist sich als unentbehrlich. Doch kann man ihm auch wirklich trauen? Die Anspannung in der kleinen Gruppe wächst. Dann werden die vier in einen Hinterhalt gelockt. Der Überlebenskampf beginnt...


Der Film wirbt mit der Zeile "Von Roland Emmerich, Regisseur von "The Day After Tomorrow" und "2012"" und vergisst dabei zu erwähnen, dass Herr Emmerich eigentlich nur ausführender Produzent war. Dabei muss sich der Film gar nicht mal verstecken oder gar mit großen Namen auf Kundenfang gehen: für einen deutschen Film, der das Thema Endzeit und Apokalypse aufgreift ist er gar nicht mal so schlecht. Dies mag einerseits an der guten Kameraführung liegen, die eindeutig an die amerikanischen Produktionen angelehnt ist, andererseits an der altbekannten aber gut umgesetzten Story (von der Situation an sich mal abgesehen) und nicht zuletzt an den Schauspielern, die der Thematik gekonnt die Glaubwürdigkeit verleihen, die sie so dringend braucht. 

Die Geschichte ist, wie bereits beschrieben, keineswegs neu: eine Apokalypse, dieses Mal in Form einer über die Maßen sengenden unbarmherzigen Sonne, und eine Handvoll Menschen, in einem gerade noch so vor sich dahinschleichenden Fahrzeug sind noch am Leben und suchen nach Wasser und unwahrscheinlicher Rettung, finden aber dabei nur Tod, Grausamkeiten und Leid. Während sich der Film geradlinig vom "Mad Max"/"Book Of Eli"-Genre zum Torture-Horror ala "Hostel" (aber bei weitem nicht so hart!) entwickelt, steigt auch die Spannung kontinuierlich an und man möchte schon wissen, wie das wohl ausgeht. Als die Szenerie komplett kippt und sich die ganze Geschichte zu purem Verfolgungs-Horror entwickelt hat man sich endgültig in dem Film festgebissen.

Dazu trägt auch das klasse Setting bei und auch das Ende weiß innerhalb seiner Grenzen zu überzeugen. Somit verdient der Streifen seine Beachtung und bekommt stolze

7/10