Montag, 25. März 2013

[KINO FFFnights] The Bay (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1713476/ 

Als zwei französische Forscher im Wasser um den kleinen Küstenort Claridge, Maryland herum an der Chesapeake Bay eine sehr hohe Konzentration an verschiedenen Giften feststellen und dies dem Bürgermeister mitteilen, wiegelt dieser die Gefahr ab, da kurz vor den anstehenden Feierlichkeiten zum 04. Juli keine Panik unter Anwohnern und Gästen entstehen soll. Am Tag der Unabhängigkeit ist es dann aber so weit: Zunächst sind es nur Unmengen an toten Fischen, die an Land geschwemmt werden, bis die Menschen die tatsächliche Ursache ergründen können. Eine durch die Gifte mutierte Abart eines Endoparasiten springt von den Fischen auf den Wirt Mensch über – mit fatalen Folgen. Nur das Jahre später veröffentlichte Video- und Audio-Material offenbart, was sich am 04. Juli 2009 wirklich zugetragen hat in Claridge, Maryland.

Mittlerweile gehört es für viele Menschen zur nicht weiter erwähnenswerten Normalität, alles und jeden zu filmen. Bei dieser Lust am Zeigen, Sehen und Gesehenwerden setzen die Macher von „The Bay" an. Da durch die Nutzung verschiedenster Quellmedien, wie Skype, FaceTime, eine Nachrichtensendung oder die Kamera in einem Polizeiwagen, die Erzählung so nicht mehr nur auf die Perspektive einer einzelnen Kamera reduziert ist, lässt sich auch eine recht konventionelle Horrordramaturgie entwickeln. „The Bay" ist in vielerlei Hinsicht meiner Ansicht nach eher ein Thesenfilm als ein Schocker: die Idee ist hier wichtiger als der Thrill. Dennoch funktioniert die schockartige Zuspitzung im Schlussakt ordentlich, auch wenn ein wenig mehr Feinarbeit nicht geschadet hätte.

Barry Levinson spielt in seinem Found-Footage-Film „The Bay" durchaus originell mit den Gesetzen des Genres, durch die oft hölzern wirkenden schauspielerischen Darbietungen wird seine Wirkung allerdings ein wenig geschmälert.

7/10


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