Dienstag, 5. März 2013

Star Wars: Episode I: The Phantom Menace - Star Wars: Episode I: Die dunkle Bedrohung (1999)

http://www.imdb.com/title/tt0120915/

"Star Wars: Episode I: Die dunkle Bedrohung" spielt rund 30 Jahre vor den Ereignissen der "alten" Saga.
Der Hohe Rat der Jedi schickt den Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn (Liam Neeson) und seinen Padawan Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) zwecks Friedensverhandlungen nach Naboo, denn der eigentlich friedliche, von der schönen Königin Amidala (Natalie Portman) regierte Planet, wird von der geldgierigen Handelsförderation besetzt. Doch noch bevor die Jedis auf Naboo ankommen, werden sie von Kampfdroiden der Handelsföderation angegriffen. Qui-Gon und Obi-Wan kämpfen sich durch und schaffen es in die Hauptstadt von Naboo, befreien dort die Königin und fliehen gemeinsam mit ihr. Die Flucht führt sie nach Tatooine, einem Wüstenplanet. Dort treffen sie auf den Sklavenjungen Anakin Skywalker (Jake Lloyd), in dem Qui-Gon eine ungewöhnlich starke Begabung für die Macht erkennt. Obi-Wan ist skeptisch, doch sein Meister will sich dem Jungen trotzdem annehmen…

Die Erwartungen vieler Fans, die 16 Jahre nach einem neuen "Star Wars"-Film gelechzt hatten, waren hoch. Doch beinahe alle wurden enttäuscht: "Die dunkle Bedrohung" hat einfach zu viele Schwächen, die Lucas erst in den folgenden Prequel-Teilen "Angriff der Klonkrieger" und "Die Rache der Sith" zu einem Gutteil ausmerzte, womit er sich halbwegs versöhnlich aus der Affäre zu ziehen versuchte. "Episode I" allein ist zwar unterhaltsames, handwerklich gut gemachtes Popcorn-Kino mit geradezu grandiosen Spezial-Effekten (man muss bedenken, es war 1999!), knalligen Action-Szenen, phantasievollen Sets - und nicht zuletzt einem atemberaubenden Podrennen, dem optischen Herzstück des Films. Aber das ist leider nur die eine Seite der Medaille.


Mit der ursprünglichen Trilogie hatte Lucas so etwas wie einen modernen Mythos geschaffen, ein atmosphärisch dichtes und vor allem gleubwürdiges Universum. In "Episode I" fiel Lucas diesbezüglich weit zurück, drosselte die Dialoge auf Fünfjährigen-Niveau und verzichtete nahezu gänzlich auf Charakterzeichnung. Noch dazu ist die Handlung so dünn, dass sie kaum der Rede wert ist. Der Charme und die Magie der Vorgänger-Filme sind dabei fast vollkommen verlorengegangen. Anstatt auf starke Figuren wie den zwielichtigen Bösewicht Darth Maul (Ray Park) zu setzen, der hier unterbeschäftigt und letztlich verschenkt ist, rückt Lucas den Gungan-Dödel Jar Jar Binks zumindest in der ersten halben Stunde in den Mittelpunkt und allzu schnell beginnt dieses Wesen unglaublich zu nerven. Aber auch die Stars Liam Neeson, Ewan McGregor und Natalie Portman sind nicht in der Lage, ihren Figuren die ikonenhafte Dimension eines Han Solo, Luke Skywalker oder einer Prinzessin Leia zu verleihen.

Mit seiner Wiederbelebung der Saga stieß Lucas seinen Fans mit seinem herumpiepsenden Kleinkinderhumor so heftig vor den Kopf, dass es schmerzte. Diesen Schaden können auch phantastische Raumpanoramen und gute Actionszenen nicht reparieren. "Episode I" bleibt das unangefochtene Schlußlicht der "Star Wars"-Saga.

5,5/10 


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