Sonntag, 17. März 2013

Hellboy (2004)

http://www.imdb.com/title/tt0167190/

Während des Zweiten Weltkriegs wird Hellboy (Ron Perlman) aus den Flammen der Hölle geboren und von dem größenwahnsinnigen Magier Rasputin (Karel Roden) durch ein okkultes Ritual an die Erdoberfläche gebracht, um die Hölle auf Erden zu entfesseln. Doch Hellboy wird von den Alliierten gerettet. Professor "Broom" Bruttenholm (John Hurt) nimmt die kleine Ausgeburt des Teufels unter seine Fittiche und zieht sie im Schutz der "Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen" auf. Jahre später ist der erwachsene und praktisch unzerstörbare Hellboy an der Seite des Fischmannes Abe Sapien (Doug Jones) und der pyrokinetisch veranlagten Liz Sherman (Selma Blair) zum eifrigsten Bekämpfer aller bösen übernatürlichen Kräfte geworden. Hellboy und sein Ziehvater ahnen nicht, dass Rasputin seine dunklen Pläne von einst noch nicht aufgegeben hat. Er ist zurückgekehrt, um endlich Armageddon herbeizuführen. Seine wichtigste Schachfigur im diabolischen Spiel? Hellboy.


Guillermo Del Toro zeigte schon 2 Jahre vor "Hellboy" mit seiner Fortsetzung "Blade 2", dass er ein sicheres Händchen für Comicspaß auf der Leinwand hat. Bei "Hellboy" ist das nicht anders. So hat man auch hier das Gefühl, Del Toro nimmt seinen gesamten Film an nur wenigen Stelle für voll, und gerade das macht "Hellboy" zu einem überwiegend spaßigen Unfug, aus dem man zwar mehr hätte machen können, doch Del Toros Blick für extrem stylishes Produktionsdesign und exzellente und absurde Maske geben dem Film den letzten Schliff. 

Ron Perlman macht mit offensichtlicher Lust an seiner Rolle aus dem "Hellboy" einen überraschend differenzierten und irgendwie menschlichen Charakter. So zeigt sich Bizarres auch in der Liebe zum Detail. Spannung kommt mit "Hellboy" so nicht auf. Neben der offensiven Selbstironie, dem durchweg schicken Produktionsdesign und den obligatorisch flotten Einzeilern geht es der Höllenbrut auch vom Gesichtspunkt der Effekte her bildgewaltig an den Kragen. Also wer gewillt ist, von einer Comicverfilmung auch nicht mehr als eine Comichandlung zu erwarten, dürfte mit dem extrem lockeren "Hellboy" nicht enttäuscht werden. Der Streifen ist wohl kalkuliert, detailverliebt im Design, stilsicher und ausreichend kurzweilig. Eine sehr gute Comicverfilmung, die in diesem Stil nur von seinem Nachfolger übertroffen wird.

7/10