Samstag, 2. März 2013

Per Qualche Dollaro In Più - For A Few Dollars More - Für ein paar Dollar mehr (1965)


http://www.imdb.com/title/tt0059578/

Der Kopfgeldjäger und Ex-Offizier der Unionstruppen im Bürgerkrieg, Colonel Douglas Mortimer (Lee Van Cleef), begibt sich auf die Jagd nach dem Ganoven Cavanagh. Doch Monco (Clint Eastwood), ebenfalls ein Kopfgeldjäger, kommt ihm zuvor. Um das Kopfgeld gebracht, kommt es zu Reibereien zwischen den beiden Revolverhelden. Trotz der Spannungen beschließen Mortimer und Monco gemeinsame Sache zu machen, als sie erfahren, dass El Indio, der meistgesuchte Verbrecher im westlichen Territorium, aus dem Gefängnis entflohen ist und auf seinen Kopf 10.000 Dollar ausgesetzt sind. Gemeinsam gelingt es dem Duo, die Bande El Indios zu unterwandern und den Gangster nach einem furiosen Banküberfall zum entscheidenden Showdown zu stellen...


Sergio Leone lässt sich in diesem Sequel von "Für eine Handvoll Dollar" dankenswerter Weise sehr viel Zeit, bevor er die eigentliche Geschichte erzählt. Erst nach rund zwanzig Minuten treffen die beiden so unterschiedlichen Kopfgeldjäger in El Paso aufeinander. In einer Art Duell lernen sich beide kennen. Wenn man so will, inszenierte Leone mit diesem Film eine Art Dreiecksgeschichte. Drei Jäger - Monco, Mortimer und El Indio - jagen sich gegenseitig: El Indio will die beiden Kopfgeldjäger los werden, die er von Anfang an als solche erkannt hat. Mortimer (Lee van Cleef) will Monco für seine Zwecke einsetzen und Monco (Eastwood) jagt El Indio, während Mortimer ihm dabei im Weg ist. Doch alle drei irren sich bezüglich des Ausgangs der Jagd. Und Leone benutzt diese Jagd einmal mehr, um sowohl seinen Stil zu verfeinern, als auch um dem klassischen Western und seiner idyllischen Darstellung des Helden den Garaus zu machen.

Dabei stellt El Indio einen gewalttätigen Psychopathen dar, Mortimer, der vordergründig als nichts anderes als ein in gute Kleider gesteckter Kopfgeldjäger erscheint, ist ein intelligenter, kühl kalkulierender Mann und Monco ist einmal mehr einer, der angesichts der Brutalisierung einer Gesellschaft, in der ein Leben keinen Pfifferling wert ist, sein Glück im Jagen von Gesetzlosen sieht und dieses Ziel ebenso listig wie skrupellos verfolgt. Für alle drei scheint auf jede Art erzieltes Geld der einzige Lebenszweck zu sein.

Zu den schönsten, ganz in Leones Stil gedrehten Szenen gehören u.a. das Scheinduell zwischen Monco und Mortimer, bei dem man zunächst nicht weiß, wie es ausgeht und dass es in einem Vertrag mündet, an den beide sich später nur vage halten; eine Szene, in denen sich beide durch ein Fernglas über die Straße aus ihren Hotels beobachten; die Schlussszene des Duells zwischen Monco, Mortimer und El Indio, die u.a. über Mortimers Motive der Verfolgung von El Indio Aufschluss gibt. besser als der erste Teil und ebenfalls ein Meisterwerk.

9/10