Donnerstag, 14. März 2013

Battleship (2012)


http://www.imdb.com/title/tt1440129/

Zwischen Liebesgeschichte und Weltuntergangsaction erzählt "Battleship" die Geschichte des jungen Marine-Offiziers Alex Hopper (Taylor Kitsch), der zwar hoch motiviert ist und eine vielversprechende Karriere vor sich hat, sich dabei aber nur allzu oft selber im Wege steht. Zudem ist er ausgerechnet in Sam (Brooklyn Decker) verliebt – die Tochter seines Vorgesetzten Admiral Shane (Liam Neeson). Doch all das gerät in den Hintergrund, als Alex, sein älterer Bruder Stone (Alexander Skarsgård), Kommandant der USS Sampson, und ein Teil einer internationalen Flotte bei einem Manöver vor Hawaii sich mit einer Alieninvasion konfrontiert sehen müssen. Diese sind einem Signal der Menschen gefolgt, die sie als Einladung ins Weltall geschickt hatten. Doch anscheinend haben die Aliens die Einladung falsch verstanden - was Alex und seine Kameraden bald hautnah zu spüren bekommen...

2009 machte die Nachricht die Runde, dass Universal das Spiel „Schiffe versenken" verfilmen wolle . "Hä?!?" dachte sich da so manch einer. Dabei bezieht sich der Film vielmehr auf die von Hasbro elektronisch aufgepeppte Variante des Flottenduells namens „Battleship". Wichtig ist das allerdings nicht wirklich. In „Battleship" stehen auf der einen Seite die tapferen Menschen der kolossal heroischen US-Navy, auf der anderen feindliche Aliens, die den Erdenbewohnern turmhoch überlegen zu sein scheinen. Regisseur Peter Berg erweist sich einmal mehr als handwerklich versierter Regisseur, der aus dieser einfachen Grundkonstellation einen krachenden Reißer ohne übermäßig viel Sinn und Verstand macht. Er inszeniert seinen Dauerfeuerangriff aber so flott, dass keine Langeweile aufkommt und sich der Zuschauer einfach nur an den tollen Schauwerten berauschen kann. Der penetrante US-Militarismus und die Kriegsgeilheit der Protagonisten mag dabei allerdings etwas stören – außer man amüsiert sich einfach über diesen völlig überzogenen Hurra-Patriotismus.

Der Regisseur macht auch keinerlei Anstalten, mehr aus "Battleship" zu machen als einen leicht verdaulichen Blockbuster ohne einen Funken Anspruch. Ich bezeichne ihn gern als "Navy-Werbefilm". Die Schauspieler sind naturgemäß in einem Eventfilm wie „Battleship" nur Randfiguren, die das Getümmel mehr schlecht als recht mit Emotionen füllen sollen, damit bei den Kämpfen mitgelitten werden kann. Das Schauspieldebüt von Sängerin Rihanna gerät dementsprechend unspektakulär. Der R&B-Star fällt in einer Nebenrolle als Waffenoffizierin weder positiv noch negativ auf. Was bekommt man also? Eine turbulente Seefahrt unter Dampf, aber ohne Tiefgang mit einer Menge kindischem Humor und krachender Action. Wer den offen praktizierten US-Patriotismus in diesem "Transformers" auf See gut verkraftet und sich einfach von den willenlosen Zerstörungsorgien ohne wirkliche Story oder Erklärung beeindrucken lassen will, ist bei "Battleship" genau richtig. "Anker runter!" *Scherbel*

6,5/10

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