Samstag, 30. März 2013

A Beautiful Mind (2001)


http://www.imdb.com/title/tt0268978/

Erzählt wird die außergewöhnliche und von großer Tragik geprägte Lebensgeschichte des Mathematikers John Forbes Nash, der zu den brillantesten Denkern des letzten Jahrhunderts zählt und Zeit seines Lebens mit einer unheilbaren Krankheit, der Schizophrenie und der damit verbundenen Paranoia zu kämpfen hatte (http://de.wikipedia.org/wiki/John_Forbes_Nash_Jr.).

Regisseur Ron Howard gelang mit diesem Portrait ein extrem einfühlsamer und unglaublich bewegender Film, der es dem Zuschauer ein Stück weit ermöglicht, selbst zu erleben was solch eine Krankheit für den Betroffenen und sein Umfeld bedeutet. Dazu bediente er sich eines Kniffes der mittlerweile zwar nicht mehr zu den originellsten seiner Art zählt, aber seine Wirkung jedoch auch in diesem Werk nicht verfehlt. In bewegenden Bildern führt uns Howard durch die Windungen eines ebenso genialen wie auch verrückten Verstandes und hält dabei geschickt die Balance zwischen romantischen und tragikomischen Momenten.

Wenn man ein wenig im Internet stöbert, fällt einem allerdings sofort der übliche Ballon auf, der die Geschichte Nashs entscheidend zugunsten der Anfoderungen eines typischen Hollywood-Films aufbläht: mit keinem Wort wird Nashs Homosexualität erwähnt (im Gegenteil), sein uneheliches Kind sucht man ebenfalls vergebens, dafür bekommt man eine Geschichte über die Kraft der Liebe und den Schutz der Familie geboten, zwei für den Menschen essentielle Dinge mit denen man sogar eine unheilbare Krankheit in den Griff bekommt. Ron Howard verstand es jedoch, allzu großen Kitsch und Schmalz in erträglichen Grenzen zu halten und einen streckenweise sehr intensiven und emotionalen Film abzuliefern, der einen fesselt und tief bewegt. Gerade wenn man denkt "Jetzt hat er es!" kommt der nächste Anfall und Nash stolpert zurück in seinen Wahn - dabei ist das teilweise so furchtbar traurig und ergreifend gespielt, das man laut schreien möchte.

Die phänomenalen schauspielerischen Darbietungen - in erster Linie von Russell Crowe - lassen aber über dies alles hinwegtrösten. Russell Crowe war bis dahin nie besser, zwei Stunden lang verwandelt er sich schlicht und ergreifend in diese eine andere Person. Auch Jennifer Connelly "Requiem for a Dream" zeigt erneut welch grandiose Schauspielerin in ihr steckt und liefert eine grandiose Leistung ab. Erwähnenswert sind auch Ed Harris und der wie immer wunderbare Paul Bettany, die ebenfalls in ihren Rollen aufgehen und zu überzeugen vermögen. "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn" ist spannendes, ergreifender und gut gespielter Stoff, welcher mit herzzereissenden Momenten und den nicht endenwollenden Rückschlägen Nashs zu fesseln weiß und einem zu größtem Mitleid für die Figuren anregt. Großartig!

9/10

http://tinyurl.com/ckfreq5