Dienstag, 29. Januar 2013

Pirates Of The Caribbean: The Curse Of The Black Pearl - Fluch der Karibik (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0325980/

Das paradiesische Leben des charmanten Piraten Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) erhält einen jähen Dämpfer, als der finstere Captain Barbossa (Geoffrey Rush) sein stolzes Schiff, die „Black Pearl“, in seine Gewalt bringt und in der Hafenstadt Port Royal die bildhübsche Gouverneurstochter Elizabeth Swann (Keira Knightley) entführt. Das kann der abenteuerlustige Waffenschmied Will Turner (Orlando Bloom), Elizabeth' Vertrauter seit Kindertagen, nicht auf sich beruhen lassen. Gemeinsam mit Sparrow macht er sich auf die Jagd nach der Piratenbande um Barbossa. Noch ahnen die beiden nichts von dem mysteriösen Fluch, der auf Barbossa und seiner blutrünstigen Mannschaft lastet ...


Als dieser Film vor nun knapp 10 Jahren ins Kino kam, war ich nach der Sichtung so euphorisch, dass ich noch 5 Mal ins Kino ging. Und bis heute hat der Film eigentlich nichts von seinem Charme verloren. Es ist immer noch derselbe Jack Sparrow, der seinem Schiff, der Black Pearl, hinterher jagt und dabei keinen slapstickhaften Gag und kein Piratenklischee auslässt - untermalt von der fetzigen Musik von Klaus Badelt, die sicher jeder noch irgendwie im Ohr hat. Wenn man sich mit Filmen mehr beschäftigt, als es der "normale" Kinogänger wohl tut, dann ist die Antwort auf die Frage nach dem Lieblingsfilm wohl fast nicht zu beantworten. Es gibt so viele tolle Filme, die man größtenteils ja gar nicht miteinander vergleichen kann. Wie soll man da den "Besten" ausmachen? Ich möchte es direkt hier anmerken: ich halte "Fluch der Karibik" für einen nahezu perfekten Blockbuster, ein Unterhaltungsfilm wie er sein sollte und wie ich ihn mir vorstelle, vergleicht man ihn nun aber mit anderen großen Filmen, dann würde er wohl weit hinter anderen großen Filmen zurückbleiben.  Objektiv gesehen also: das ist natürlich nicht der beste Film aller Zeiten.

Herzstück ist natürlich Johnny Depp als "Käpt'n Jack Sparrow", ein recht undurchsichtiger und komplizierter Charakter. Das ist im Übrigen auch ziemlich interessant: ein Held, der nie so wirklich gut war, bei dem man nie wirklich wusste, was er vor hat. Aber natürlich sind auch Orlando Bloom (William Turner), Keira Knightley oder unzählige Sidekicks, die allesamt so einzigartig und passend sind und einfach dazu gehören (Gibbs, Pintel, Ragetti, Norrington, usw.). Nicht zu vergessen ist Geoffrey Rush, der wohl einen der coolsten, beeindruckensten und ebenso herausragendsten Bösewichten aller Zeiten gibt! Auch wenn er so richtig fies daherkommt, kann man ihn nie wirklich "hassen". Und wie schon beschrieben hat der Film alles, was ein Blockbuster aus dieser Riege so benötigt: eine mitreißende Story, tolle Figuren, wunderbare Aufnahmen, der Soundtrack ist einfach klasse und auch die Effekte sind nicht wirklich schlecht - zudem werden Drama, Witz, Action miteinander verbunden und der Film ist selbstbewusst, nimmt sich selbst ernst ohne je albern zu sein.
 
Wenn es so etwas wie einen perfekten Blockbuster gibt, der quasi alles hat, was ein Blockbuster haben sollte, hab ich ihn gefunden. Ungeachtet der Fortsetzungen ist dieser erste Teil einfach ein Meilenstein des Mainstreamkinos.
Das war mal wieder ein Film zum Miterleben, der einen so genial unterhält, dass selbst ein hartgesottener Kritiker, der alles, was nicht künstlerisch wertvoll ist, gleich vorverurteilt, seinen Spaß daran hat. Der Film hat auch ganz offensichtlich die Popkultur und die Kinogeschichte geprägt. Dabei kommt die Action auch heute immer noch klasse rüber, die Kostüme fetzen, die Effekte passen.


"Fluch der Karibik" eben etwas ganz Besonderes, fast schon mehr als nur ein "Film". Es ist eben das, was man als "Lieblingsfilm" bezeichnet. Kurzum: die Story war mal wieder so ein richtig schönes Piratenabenteuer - und das ist sie heute, mit 3 fertigen Sequels und einem weiteren davon in Planung, immer noch. Da kann man nur hoffen, dass der dreiköpfige Affe noch irgendwann auftaucht.

8,5/10