Mittwoch, 9. Januar 2013

Equilibrium (2003)

http://www.imdb.com/title/tt0238380/

Als Konsequenz aus dem dritten Weltkrieg hat das nunmehr regierende Regime ein Gesetz erlassen, welches den Menschen jegliche Gefühle verbietet. Denn wer Gefühle hat, wird über kurz oder lang auch Hass verspüren – und Hass löst Kriege aus. Im Regierungsgebäude, dem Equilibrium, müssen sich die Menschen deswegen ein Serum abholen, welches ihre Gefühle unterbindet. Doch einige Menschen wehren sich gegen den Verlust ihrer Gefühle und kämpfen im Untergrund gegen die Diktatur. Deshalb sind tagtäglich die Kleriker, eine besonders ausgebildete Elitepolizei, auf der Suche nach den sogenannten Sinnestätern, um sie gefangen zu nehmen oder zu töten. Einer der ranghöchsten Kleriker ist John Preston (Christian Bale), der ein besonderes Gespür für die Verstecke der Sinnestäter hat und auch vor Mord an Freunden nicht zurück schreckt. Doch eines Tages ändert sich das Weltbild von John Preston und er wechselt die Fronten.

Eine interessante Mischung aus durchgestyltem Actionfilm und dystopischem Thriller. Ein wenig erinnert mich ja dieser postapokalyptische Actioner an "The Matrix". Vielleicht wegen der vielen SlowMo-Szenen oder der Actionsequenzen, vielleicht auch wegen der Kleidung der Kleriker. Für mich auch eine ganze andere Art der Zukunftsvision, eine erschreckende, eine andersartige, weit weg von blnkenden Robotern oder furiosen Großstädten. Alles ist hier irgendwie greifbarer, realer und genau deswegen so gut. Zudem ist dieser Film nicht im Detail vorhersehbar wie es bei so vielen anderen der Fall ist. Christian Bale gelingt es auch, die Wandlung des Charakters seiner Figur auf äußerst intensive Weise darzustellen. Die restlichen Darsteller waren eher mittelprächtig. Es erscheint einem schon etwas seltsam, wenn man bei den "Sinnestätern" wenig Gefühle sieht, bei den indoktrinierten Bürgern jedoch Gemütsregungen erkennt. Taye Diggs ist seine Schadenfreude zu sehr anzusehen. Sean Bean als Bales erster Partner ist nicht schlecht, aber hier kommt er seiner Verpflichtung als "wandelnder Spoiler" schon sehr früh im Film nach. Was den Film dennoch sehenswert macht, sind sein philosophischer Unterbau und die Sozialkritik. Gefällt.

7,5/10

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