Samstag, 24. März 2012

[KINO FFFnights] Love (2011)

http://www.imdb.com/title/tt1541874/

Astronaut Lee Miller kümmert sich um die Instandhaltung einer Ein-Mann-Raumstation im Orbit der Erde. Eines Tages bricht plötzlich die Verbindung zum Kontrollzentrum ab, keiner reagiert auf Lees immer verzweifelter werdende Hilferufe. Nach jahrelanger und kompletter Isolation von der Welt wird er zusehends von Halluzinationen und Visionen geplagt. Die Grenzen zwischen Realität und Wahnsinn drohen komplett zu zerfallen, als Lee zufällig ein jahrhundertealtes Tagebuch aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs findet und eine verblüffende Entdeckung macht...

Die Grundstory hat großes Potenzial: Ein Mann arbeitet in einer Raumstation ca. 300 Meilen von der Erde entfernt. Nach einiger Zeit bricht der Funkkontakt ab und der Protagonist wird ohne zu wissen wie lange es dauern möge alleine gelassen. Durch absolute Isolation und Unwissenheit was die Menschliche Zivilisation angeht wird er langsam verrückt. Hier wird das Thema, die Auswirkungen von vollkommender menschlicher Isolation, an erste Stelle gehoben. Wenn ein Film sich traut die Darsteller, mit Ausnahme von einigen zwischenzeitlich kurz auftretenden Personen, auf nur einen einzigen zu reduzieren, ohne zwischenmenschliche Beziehungen oder Dialoge zu zeigen sollte das Drehbuch meisterlich geschrieben und der Schauspieler sehr sorgfältig ausgewählt sein. Ich will nicht behaupten der Film sein schlecht gespielt oder schlecht geschrieben.

Er ist leider nur von beidem nicht gut genug um etwas ganz besonderes zu sein. Da ist man eben leicht von Werken wie "2001", "Moon" oder dem Ende von "Into The Wild" verwöhnt. Die Monologe des Protagonisten und des jungen Captains im amerikanischen Bürgerkrieg, dessen Tagebuch unser Protagonist zufällig im Raumschiff findet, wirken leicht gezwungen Philosophisch und regen nicht wirklich zum Nachdenken an. Darüber das im Jahr 2039 immernoch Notebooks hergestellt werden die den Modellen von 2005 gleichen kann man hinwegsehen.

In Anbetracht der Tatsache dass das Szenenbild selbstgebaut im Garten der Mutter stand und mancher Mitverantwortlicher Mühen und Zeit Investiert hat um ein für die Verhältnisse Beeindruckendes Setting zu errichten bekommt der Film

7/10