Sonntag, 25. März 2012

[KINO FFFnights] Chronicle (2012)

http://www.imdb.com/title/tt1706593/

Chronicle ist ein Superheldenfilm im Found-Footage-Stil. Andrew (Dane DeHaan), Matt (Alex Russell) und Steve (Michael B. Jordan) sind drei ganz normale Teenager in einer Highschool. Der eine mit weniger Problemen – so will Steve später einmal in die Politik und ist dank seiner Popularität unter den Mitschülern auf dem besten Weg dorthin, der andere hat hat eine größere Bürde zu schultern: Andrews Mutter ist schwerkrank, sein Vater hat sich in den Alkoholismus geflüchtet und schlägt seinen Sohn. Andrew will seiner Umwelt zeigen, wie er zu leben hat und hält deswegen alles mit seiner Kamera fest. Eines Tages entdecken die drei Teenager eine seltsame Trümmerstelle. Kurz danach bemerken sie eine Veränderung an sich. Sie können mit der Kraft ihrer Gedanken Gegenstände beliebig bewegen und verformen. Plötzlich steht ihnen fast unbegrenzte Kraft zur Verfügung, mit der sie sogar Stahl wie Papier zerknittern können. Doch wie normale Jugendliche ist ihr Charakter noch nicht gefestigt und ihre unbeschränkte Macht überfordert sie. Was ist schlimmer als Superkräfte in den falschen Händen?
 
Ich denke ich erzähl nicht mehr, als wenn ich sage, wenn man den Trailer gesehen hat, man diesmal im groben, wirklich die Highlights schon Vorgespult bekommt. Letztlich nur die Zusammenhänge im Film besser zu verstehen sind. Die "Mode" in Hollywood, wir latschen los, und tun so als würden die Charaktere die Kamera bedienen, war in dem Film zwar Stilmittel, aber leider völlig daneben. Denn gerade zum Ende hin des Films, bei vielen Schnitten, fragt man sich, von wo kommt bitte gerade jetzt diese Kameraperspektive her? Das wurde mir Alibimäßig komplett verhauen. Dadurch die Glaubwürdigkeit, schon surrealer Bilder, nochmal gelitten hat. Auch die Schwebesequenzen sehen stark nach Fisch am Haken aus. Nur das man heutzutage die Seile und Klammerstellen komplett wegretuschieren kann, was man vor 20 Jahren noch gesehen hat, das die Leute an Seile hingen. Auch die merkwürdige Konstellation unter den "Freunden". Sah etwas dürftig aus. Wobei mir im Grunde alle 3 Jungs ideal gefallen haben.

Im Grunde ist "Chronicle" eine schöne Idee. Wer träumt nicht davon, Superkräfte zu besitzen. Und für welche Zwecke würde man seine Kräfte einsetzen? Zum Guten, oder zum Bösen? Und da auch immer wieder im Mittelstrang Bruchstücke fehlen der Story, wie ein Blackout, haben sich die Herren Filmemacher genug Spielraum für Sequel, wie gar auch Prequel gelassen. Denn a) was für ein Ding ist das da in der Erde? Muss ja irgendwie dahin gelangt sein b) der Teil aus dem Schacht zu kommen ist gänzlich weg, und wird wie ein Blackout thematisiert c) der Typ im Auto hinter den Jungs, welches Problem hatte er? Ansatzpunkte gibt es reichlich. Die Story ist plausibel erklärt, trotz Lücken, man kann die Stimmungsänderung des Andrew sehr gut nachvollziehen, dennoch sind viele Perspektiven gerade im Finalen Kapitel nicht Nachvollziehbar, und somit geht die fiktive Glaubhaftigkeit flöten. Dennoch hab ich mich an den Film irgendwie erfreuen können. Sollte man zumindest mal geguckt haben.

6/10