Samstag, 20. März 2010

[KINO FFFnights] Splice - Splice: Das Genexperiment (2009)

http://www.imdb.com/title/tt1017460/

Den beiden genialen Chemikern Clive und Elsa gelingt im Zuge ihrer Genforschungen das Undenkbare: Die Erschaffung eines geklonten, menschen-ähnlichen Hybrid-Wesens. Eigentlich ein guter Grund zum Feiern, doch Gefahr droht, nicht nur von legaler Seite. Ihr geheimer Schützling entwickelt sich schneller und ganz anders als erwartet, so dass die beiden Wissenschaftler irgendwann nur noch um ihr Leben kämpfen können… SPLICE – mit Adrien Brody in der Hauptrolle – ist nicht nur der spannendste Science-Fiction-Horror seit der Alien-Reihe, sondern auch eine hochaktuelle Auseinandersetzung mit den Gefahren der Genmanipulation.

Hier kommt ein halbwegs seriöser Science Film über ein Paar, das menschliche DNA in ein Cloning Experiment fügt und ein unerwartetes Ergebnis erschafft. Das Drehbuch scheint sich wirklich für seine Materie zu interessieren und entwickelt seine Geschichte psychologisch nachvollziehbar. Von seiner Ausgangsidee wirkt das Szenario also durchaus realistisch und man ist sich fast sicher, dass Ähnliches in den Biotechnologielaboren dieser Welt bereits ausprobiert wurde oder wird. Auch durch seine ernsthafte Figurenzeichnung mit sympathischen Mad Scientist-Anklängen kann Regisseur Vincenzo Natali, der mit dem Thriller "Cube" einst einen Kultfilm drehte, anfangs noch überzeugen.

Nur leider ereilt diesen erstaunlich hochkarätig besetzten SciFi-Horror gegen Ende das dem Genre nicht fremde, trotzdem traurige Schicksal des völligen Abdriftens ins unfreiwillig Lächerliche. Es wird umgeschaltet auf Autopilot und das Finale ergeht sich in einer der Verfolgungsjagden, die dem Zuschauer immer und immer wieder geboten werden. Schwachpunkt neben der etwas schwächeren Schauspielleistungen der Darsteller, welche jedoch nicht weiter störend wirken, ist die Vorhersehbarkeit des Films. Schon lange im Voraus kann man viele Aspekte des Films erahnen und auch der große Endplot überrascht nicht. Dadurch büßt der Film einiges an Spannung ein, obwohl dieser im Großen und Ganzen unterhält. So wird im finalen Showdown wieder ein Teil der vorher gewonnenen Sympathiepunkte fahrlässig verspielt. Schade drum!

7/10