Sonntag, 22. März 2009

[KINO FFFnights] Splinter (2008)

http://www.imdb.com/title/tt1031280/

"Das wird kein romantischer Camping-Ausflug, sondern ein ziemlich mieses Wochenende!" sagen sich Polly und Seth, als Dennis ihnen seinen Revolver entgegen hält. Der entflohene Häftling und seine drogensüchtige Freundin Lacey kidnappen das junge Pärchen und schnappen sich deren Wagen. Aber es kommt noch viel schlimmer. An einer scheinbar verlassenen Tankstelle begegnen die Vier einer grausigen Bedrohung, wie man sie nur aus seinen schlimmsten Alpträumen kennt. Zerfetzte Körper voller blutiger Stacheln, die sich wie monströse Marionetten bewegen, Gliedmaßen, die auch nach ihrer Amputation ihre Angriffslust nicht verlieren. Ein ungreifbares, unbesiegbares Ungeheuer beherrscht den Ort. Ein Entkommen gibt es nicht...

"Splinter" ist kleiner, feiner Low-Budget-Horror. Die Geschichte ist nichts Besonderes. Zwei recht unterschiedliche Pärchen treffen in der Einöde aufeinander und werden recht bald gezwungen, sich in einer Tankstelle zu verbarrikadieren, weil sie von einer aggressiven Kreatur angegriffen werden. Diese Kreatur ist dann auch das Herzstück von "Splinter". Das ungewöhnliche, frische Design und das neuartige Grundkonzept der Kreatur, die zwar ein wenig an "The Thing" erinnert, aber dank netter Body-Horror-Elemente und eklig-nervenzerrenden Soundeffekten eigenständig genug ist, kann voll überzeugen. Wer mal ein frisches, handgemachtes Filmmonster sehen möchte, ist bei "Splinter" sehr gut aufgehoben. Der Rest des Films kann mit dem tollen Kreaturendesign allerdings leider nicht mithalten. Die Schauspieler sind bemüht, aber wenig überzeugend und das geringe Budget macht sich an den lahmen Schauplätzen und den zu seltenen Auftritten der Splinter-Kreatur deutlich bemerkbar. Hinzu kommt eine unheimlich nervige Wackelkamera und ein wilder Filmschnitt, was in Kombination die Actionszenen und Auftritte des Monsters oft unübersichtlich und anstrengend werden lässt.

Erfreulich ist die knackige Laufzeit von 82 Minuten, die dazu führt, dass man die für Horrorfilme obligatorische langweilige Einführung der Figuren knapp hält und der Film recht fix zur Sache kommt. Insgesamt also ein netter kleiner Horrorfilm, der strukturell zwar ziemlicher Genrestandard ist und auch nicht besonders toll gefilmt wurde, aufgrund seiner praktischen Effekte, dem innovativen Monsterdesign und dem fiesen Body-Horror aber für Genrefans einen Blick wert ist.

7,5/10

Von NAMELESS Media kommt der Film in HD im auf 400 Stück limitierten Mediabook: